Was wir tun

Der äthiopischen Regierung ist es ein Anliegen, das formale Gesundheitssystem auszuweiten und umfassend zu modernisieren. Die Initiative für unser Engagement ging von der äthiopischen Regierung aus. Im Rahmen des Health Sector Development Programmes – HSDP werden seit 2008 dazu hunderte von Gesundheitszentren geschaffen und neue Fachkräfte ausgebildet und beschäftigt. Als kleine Organisation mit begrenzten personellen Möglichkeiten sehen wir unsere Möglichkeiten in der Schaffung von Modellprojekten.

Unsere Arbeitsschwerpunkte im Gesundheitswesen sehen wir kurzfristig im Folgenden:

1. Technischer Bereich

  • Einrichten von zentralen Werkstätten zur Reparatur und Wartung medizinischer Geräte und
  • Zur Ausbildung von Technikern
  • Versorgung  von Kliniken mit Technikern
  • Dieses Modell ist in der Region Mekelle vorgesehen.

2. Organisatorischer Bereich

  • Anbinden der Private Clinics (räumlich und funktionell)an die Krankenhäuser
  • Dieses Modell ist im Bishoftu Hospital in Debre Zeyt gestartet

3. Kooperativer Bereich

  • Unterstützung der ärztlichen Arbeit durch Entsenden „ärztlicher Leiharbeiter“
  • Einrichten von Patenschaften zwischen deutschen Krankenhausabteilungen und fachgleichen Abteilungen in äthiopischen Häusern

Dieses Modell ist evtl. für das Ghandi Maternity Hospital in Addis vorgesehen. Es ist auch auf andere Häuser anwendbar. Der Vorteil ist, dass hier selbstständige Einheiten geschaffen werden, die für deutsche Verhältnisse mit kleinem Aufwand betrieben werden könnten. Die äthiopischen Häuser ziehen daraus den Vorteil eines ständigen Ansprechpartners und einer kontinuierlichen Betreuung.

4. Hilfsgüter Bereich

  • Sammeln und Liefern der notwendigsten medizinischen Geräte und Ausrüstungsgegenstände
  • Lokale Selektion der Einrichtungen in Äthiopien als Adressaten der Lieferungen
  • Transport und sichere Aufstellung der gelieferten Ware vor Ort

Diese Arbeit wird bereits mit Erfolg seit 2009 geleistet. Es wurden bisher insgesamt 9 Container ans Ziel geliefert.

5. Kontaktpflege zu äthiopischen Regierungsstellen

  • Gegenseitige Beratung zur Effizienzsteigerung
  • Einholen von Genehmigungen für Modellvorhaben, die außerhalb der derzeit legalen Möglichkeiten liegen
  • Ausgleich föderaler und regionaler Interessen

Diese Arbeit läuft von Anfang an auf dieser Schiene. Ohne die durch einflussreiche Einheimische geschaffenen Kontakte zu höchsten Regierungskreisen wäre unsere Arbeit nicht in kurzer Zeit so erfolgreich verlaufen.


Aktuelle Aktivitäten unseres Vereins in Äthiopien

Etiopia Witten hat sich seit 2009 an Projekten mit Krankenhäusern in Bishoftu / Debre Zeyt, Addis Abeba und Mekelle / Tigray beteiligt. Seit 2012 hat sich der Schwerpunkt unseres Arbeitsschwerpunktes in die Stadt Mekelle, der Hauptstadt der Nordprovinz Tigray verlagert. Ein wichtiger Grund dafür ist die Kompetenz und Kooperationsbereitschaft der Universität Mekelle, der zugehörigen medizinischen Fakultät mit ihrem Ayder Referral Hospital und der Verwaltung der Stadt Mekelle. Neben dem Schwerpunkt unserer Arbeit im medizinischen und medizintechnischen Bereich hat sich die Unterstützung des Baues und der Ausstattung von umliegenden ländlichen Grundschulen und weiterer kleinerer Projekte herausgebildet . Diese laufenden Projekte werden von dem Dekan der medizinischen Fakultät, auf äthiopischer und von Ahmedin Idris auf deutscher Seite sowie von Mitarbeitern der Tigray Development Association (TDA) aus Mekelle koordiniert. Sowohl in Äthiopien, als auch in Deutschland sind darüber hinaus sehr viele Menschen unermüdlich daran beteiligt, unsere Projekte in Gang zu bringen, zu erhalten und immer weiter zu verbessern.

Bürgermeister von Bishoftu
Bürgermeister von Bishoftu
Entbindungsstation im Gandhi Hospital in Addis
Entbindungsstation im Gandhi Hospital in Addis
Verletzter Junge in Axum
Verletzter Junge in Axum
Health Center von Dukem
Health Center von Dukem
Warten vor dem Labor
Warten vor dem Labor