Die COVID-19 Task Force für die Tigray (Nord-Provinz Äthiopiens)

Unser Verein ist durch das Vorstandsmitglied Ahmedin Idris an der Arbeit der Diskussionsplattform einer Task Force aktiv vertreten, die sich für Beratung der Verantwortlichen für COVID-19 in Äthiopien mit dem Schwerpunkt Tigray engagiert und aus Spenden finanziert fehlende medizinische Materialien dorthin sendet.

Diese Task Force besteht aus Wissenschaftlern, Epidemiologen, Klinikern und erfahrende Ärzten, die der Global Society of Tigrian Scholars (GSTS) angehören, eine weltweite Vereinigung der Auslands-Äthiopier. Ebenfalls Mitglieder ist der Gesundheitsminister von Tigray sowie Ärzte aus der Universitätsklinik, Ayder Hospital, der Universität Mekelle.

Diese Plattform kommuniziert mithilfe von E-Mail, dem instant Messaging-Dienst Whats App, sowie Videokonferenzen ein bis zweimal wöchentlich.

Das Engagement ist sehr groß.

Es wurde detailliert die COVID-19 Epidemiologie für Tigray definiert und Formen der Prävention sowie Algorithmen zur gesundheitspolitischen Entscheidungsfindung als Richtlinie ausgearbeitet.

Spezielle Schutzmaßnahmen für das medizinische Personal wurden unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten und Möglichkeiten empfohlen und ausgewählt.

Von den Verantwortlichen des Lands Tigray wurden alle Empfehlungen der Task Force umgesetzt und die Task Force über den Ablauf der Quarantäne  informiert.

Es wurde von der Task Force, wie international bewährt, die Einhaltung von Distanz, Gesichts-Masken, Quarantäne und Isolation empfohlen.

 

Unser Verein hat Spenden gesammelt und diese gemeinsam mit Mitteln der TASK Force für CORONA-19 zur Beschaffung von Testmaterialien und Persönliche Schutzmaterialien für das medizinische Personal bereitgestellt.

 


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COVID-19 bedroht Äthiopien
Spendenaufruf für Mekelle

15. 04. 2020

Liebe Mitglieder und Unterstützer von Etiopia-Witten


Ahmedin Idris steht für den Vorstand von Etiopia-Witten in engem Kontakt mit den Verantwortlichen des Ayder Hospitals in Mekelle, dem Tigray Initiative Verein Europa und dem verantwortlichen Gesundheitsminister für Tigray. Dort werden mit großem Engagement Vorbereitungen für die sich abzeichnende Welle an schwer erkrankten Menschen an COVID-19 getroffen. Dies mit den uns bekannten, sehr eingeschränkten Mittel. Für eine Intensivtherapie fehlt es sicherlich an den grundlegenden Voraussetzungen. Schlimmer noch, es fehlt an fast allem, um zumindest die Ärzte und Schwestern vor Ansteckung bei ihrer Arbeit zu schützen, notwendige Covid-19 Tests durchzuführen, um die Betroffenen zu isolieren und für Ihre Pflege zu sorgen sowie durch die Bereitstellung von Medikamenten und Sauerstoff ihr Leid zu lindern.

Nach mehreren Expertentreffen hat man sich geeinigt, dass Covid-19-Patienten weder im Ayder noch im Mekelle-KH behandelt werden, sondern es wurde ein extra Gebäude vorbereitet, in denen man die Erkrankten isolieren und pflegen kann. Man hofft hier auch auf internationale Hilfe. Zurzeit aber ist das Hauptproblem im Ayder das Fehlen von Schutzbekleidung, Masken und Testsets.
Angesichts dieser bedrohlichen Situation wollen und müssen wir unseren Freunden im Ayder Hospital zur Seite stehen !!!
Sie haben um Hilfe gebeten und wir sollten alle Kräfte mobilisieren alles zu tun, was ihnen helfen kann.

Daher bitten wir um großzügige Geld-Spenden! Jeder Betrag hilft.

Konto:
Sparkasse Witten
IBAN: DE70 4525 0035 0000 9010 90
BIC: WELADED1WTN

Vergesst nicht: „COVID-19, Name, Vorname, Straße, PLZ und Wohnort“ anzugeben für die Spendenquittung!

Im Namen des Vorstands Etiopia-Witten

 

Mehr über unsere Hilfsmaßnahmen für Mekelle

Die Einzelheiten:
Unser Verein Etiopia-Witten verfügt über eine mehr als 10-jähriger Erfahrung mit den schwierigen Realitäten bei der Erhaltung und Verbesserung der medizinischen Arbeit im Ayder Hospital, das zu einem der größten und modernsten Krankenhäusern in ganz Äthiopien zählt. Dieses Wissen können und müssen wir jetzt nutzen, um, gemeinsam mit einer neu gegründeten internationalen CORVID-19 Hilfsgruppe von Exil-Tigrinianern für Mekelle und Tigray, die richtige Form der Hilfe zu bringen.

Dazu trägt unsere Erfahrung bei, die richtige Auswahl geeigneter Hilfsgüter (wiederverwendbare Gesichts-Masken, Brillen, Kittel und mehr) zu treffen, bei der Beschaffung von Geld für deren Kauf und für die Wahl einer geeigneten Organisation, die einen sicheren Transport möglich machen kann (z. B.Tigray Development Association - TDI).

Ahmedin Idris ist seit einigen Wochen durch wiederholte Video-Konferenzen in die Arbeit dieser Organisationen eingebunden und sein Rat wird wegen unserer langjährigen Arbeit in Mekelle sehr geschätzt. Mit diesen Organisationen wird eine ziel- und sachgerechte Investition unserer Hilfsgelder erarbeitet. Dies mit dem Ziel die Versorgung mit Hilfsgütern durch mehrfach verwendbares Material längerfristig zu sichern.

Für die medizinische Versorgung der Stadt Mekelle und deren Umgebung ist neben dem Gesundheitsminister der Provinz Tigrai, Hagos Godefey, der klinische Direktor des Ayder Hospital (Dr. Amanuel Haile) verantwortlich. Weitere Ayder-Ärzte sind in die technische Vorbereitung auf die Korona-Pandemie (COVID-19) mit eingebunden. Mit diesen Personen wird die Form unserer Hilfe vorab so abgestimmt, dass sie vor Ort akzeptiert und angepasst sein wird.
Sobald diese technischen Voraussetzungen erfüllt sind, werden wir, den Spendenmitteln angepasst, die Hilfsgüter auf die Reise schicken.

Mekelle COVID_19 patient hall

Es sind lazarettartige große Säle als Auffangeinrichtung für symptomatische COVID-19 Patienten in der Nähe des Flughafens in einem neu gebauten, noch nicht bezogenen Universitätcampus eingerichtet worden.

self made Covid-19 personal protection shielding

Erste Versuche mit selbst gemachter Schutzkleidung sind erfolgt (Quelle Dr. Dr. Zekarias, Ayder Hospital Hygiene Beauftragter).

Ein Gerät zur Testung auf COVID-19 ist gerade in Mekelle in Betrieb genommen worden und erste Tests, die alle negativ verlaufen sind, wurden durchgeführt. Es fehlt nun an Testmaterialien, um umfangreicher testen zu können.

Eine weitere Problemzone ist die Sauerstoff-Gewinnung für die Patientenbehandlung. Es fehlt an Sauerstoff-Masken. Das Gerät um Sauerstoff aus der Luft zu extrahieren (Sauerstoff-Konzentrator) im Ayder ist wartungsbedürftig und hat nur eine Kapazität von 30 %. Es fehlt bisher die Finanzierung neuer Filter. Inwieweit die örtliche Industrie Sauerstoff in Zylindern in ausreichender Zahl liefen kann ist offen.

Wir werden weiter berichten.


Etiopia-Witten spendet am 19.04.2020 - 10.000 Euro

Eine erste Spende von 10.000 Euro wurde auf das Konto der Taskforce, die organisatorisch von der Tigrinya Development Association (TDA) der Auslands-Tigrinya - Äthiopier unterstützt wird.

Nähere Einzelheiten sind in der E-Mail vom 19.04.2020 von Mitglied des Vorstandes von Etiopia-Witten, Ahmedin Idris an die COVID-19 Taskforce Äthiopien (in englischer Sprache) zu entnehmen.

Email to COVID-19 Taskforce Ethiopia - from Etiopia-Witten 19-04-2020.