Krieg in Tigray - Mai 2021

Nach mehr als 6 Monaten blutigen Krieg in Tigray Zerstörung und Beraubung der meisten Krankenhäuser und Gesundheitsstationen in der Provinz, besteht unverändert ein extremer Mangel an Medikamenten, Infusionen, Verbandsmaterialien, sterilen Nahtmaterialien, sterile Operationshandschuhe und anderem mehr. Geraubte und zerstörte medizinische Geräte der Basisversorgung lassen lebensrettende Operationen und Patienten- und Laboruntersuchungen nicht zu. Auch die häufig lange Zeit fehlende Stromversorgung macht Operationen unmöglich, denn ohne funktionierende Sterilisatoren keine sterilen Instrumente und OP-Kleidung, keine Funktion der Narkosegeräte, keine Überwachung auf der Intensivstation, keine Laboruntersuchungen.

Aus 11-jähriger Erfahrung mit unverändert enger Zusammenarbeit mit den Ärzten des Ayder Hospitals verfügen wir über direkte und kompetente Informationsquellen, sodass unsere Spenden gezielt dazu eingesetzt werden können, kurzfristig kritische Situationen zu überbrücken. Die großen Hilfsorganisationen und staatliche Stellen werden wegen der allgemeinen Notlage auf allen Gebieten den speziellen medizinischen Bedarf nur schwer berücksichtigen und beheben können.

In Addis Abeba beschafft ein äthiopisches Team leitender Krankenhausärzte der Universität Mekelle in Abstimmung mit dem äthiopischen Gesundheits-Ministerium die akut notwendigen Medikamente und medizinischen Hilfsmittel aus Spendenmitteln und organisiert den Transport zu den Krankenhäusern in Tigray.

Anfang Mai 2021

  • Von leitenden Ärzten aus Mekelle erhielten wir Listen, von dringend im Ayder Hospital sowie in anderen Krankenhäusern in Tigray benötigten Medikamenten und medizinischen Materialien, die nicht durch die äthiopische Regierung oder NGOs zur Verfügung gestellt worden sind. Hierfür hat unseren Verein eine weitere Spende von 50.000 € bereitgestellt.

März / April 2021

  • Etiopia-Witten spendete an die Universität Mekelle bisher 47.000 € als Akuthilfe, um die Primärversorgung der in Not befindlicher Menschen dort mit Medikamenten und Verbandsmaterialien zu verbessern. Dies insbesondere um rasche Hilfe für die Erstversorgung der Opfer sexueller Gewalt zu ermöglichen (allein im Ayder Hospital wurden mehr als 360 schwerste traumatisierte Frauen im Alter von 6 bis 80 Jahre behandelt).